Kulturlaube

Programm
August 2019
Start am 28. Juli 2019

15.00 Uhr mit Zepp Oberpichler und Markus van Hall


Hier...







Kulturlaube

Ein Kleinod im urbanen Geschehen, ein Garten der Verständigung und der Kunst.
Hier wird philosophiert, musiziert, Theater gespielt; literarisch, poetisch kreativ geschrieben; hier können sich Gedankenwelten entspannt kreuzen.

Nach einer Schaffens- und Aktivitätspause 2018 wird es 2019 wieder eine Reihe von Angeboten geben: Konzerte, Lesungen, Workshops und Gesprächsmöglichkeiten.

Ein Blick auf das Programm lohnt sich!



Stand: 24. April 2019

kulturlaube.blogspot.de


Kulturlaube auf facebook

Dieses Vorhaben wird gefördert durch den "Förderfonds Interkultur Ruhr".




Programm

Die Veranstaltungen der Kulturlaube sind kostenlos, Spenden immer willkommen.



Kreuzfahrt Gedankenwelten - Philosophie kreativ

07. Juli 2019 - 14.00 Uhr

«Kreuzfahrt Gedankenwelten» ist ein ruhiges Kreuz-und-Querdenken im Garten und im Garten der Phantasie. Die Idee ist, dass wir uns im Garten zu philosophischen Fragen der Kultur, der Gesellschaft, der Politik, des Lebens treffen und austauschen. Was beschäftigt, was geht uns so durch den Kopf? Hier sind Kreuz-und Querdenker erwünscht; Leute, denen etwas unter den Fingernägeln brennt oder einfach nur mal durch den Kopf geht und nicht verschwinden will, immer wieder auftaucht und einen beschäftigt, auch wenn man nicht weiß, wohin das praktisch führen soll. Ja, da kann man schon mal eine Kreuzfahrt in Gedankenwelten unternehmen, eine Leseprobe aus einem Buch mitbringen, ein Gedicht, einen Aphorismus, eine Karikatur, einen Zeitungsausschnitt... Das Meer der Möglichkeiten ist ein Ozean.

Bitte per Email anmelden: uri@schreibhaus.de

Konzerte

Literatur






Auf den Spuren der Poesie

Lyrik in Zeiten der Wirren - Lyrik Workshop I:
Was ist Lyrik?
Worin unterscheidet sie sich von Prosa und Poesie? Kann Poesie prosaisch sein? Dichten heute?
Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Workshop in der Kulturlaube und wird mit einem entstehenden festen Stamm von Personen in den folgenden Monaten weitergeführt.
Anmeldungen: uri@schreibhaus.de
Termine:
werden noch bekanntgegeben


Lesung und Musik



KulturlaubenHappenings



Exkursionen im Ruhrgebiet

Termine und Ziele werden noch bekanntgegeben







Fotos

28. Mai 2016 - Habbe Ehrenfeld: Lauben-Puppenzauber; der Magier der Puppen und Masken Habbe Ehrenfeld zieht durch die Welt der Gärten...
















21. Mai 2016 - Jo Ziegler & Uri Bülbül lesen...

...aus den "Ruhr-Magiern" und aus "SOKRATES - dem kafkASKen Fortsetzungsroman"







Rückblicke: Richtfest der Idee "Kulturlaube"







Jo Ziegler Lesung 2015: Blätterwesen




Habbe Ehrenfeld: Lauben-Puppenzauber 2013













Videos

28. Juli 2019 um 15.00 Uhr
Zepp Oberpichler und Markus van Hall
Chuck Berry Over Bissingheim





21. Mai 2016 - Jo Ziegler und Uri Bülbül lesen...

Kultur und Förderung eine polemische Randbemerkung und ein Text - zu zweit vorgetragen über Migration: «Der Fuchs und der Rabe» aus «Rabe Rabulinski»...



Jo Ziegler Ziegler liest aus seiner Ruhr-Trilogie, in der er bis zu den Anfängen der Schmiedekunst im neu entstehenden Revier zurück geht. Das Herz der europäischen Industriekultur fängt im 19. Jahrhundert an zu schlagen und hämmert heute noch in Essen Fulerum in der Außenstelle des Ruhr Museums Halbachhammer mit sommerlichen Schmiedevorführungen einmal im Monat. In diesem Zusammenhang organisiert die Kulturlaube eine Fahrt zum Halbachhammer im August 2016.

Hier zu sehen Jo Zieglers Lesung aus seinem ersten Band der Trilogie: «Die Ruhr-Magier»:








Philosophie

Eine Laube ist eine Laube ist Kleingarten ist Kultur ist Kulturlaube

Die Kultivierungen nicht mehr getrennt zu denken, sondern in ihrer Einheit und Ähnlichkeit wieder zusammen zu sehen, macht den Reiz der Kulturlauben-Idee aus. Es ist eine postromantische Annäherung an eine klassische Idee, wie sie Goethe in seinem Verständnis von Ganzheitlichkeit vorgeschwebt haben mag, als er in Weimar nicht nur wissenschaftliche Untersuchungen durchführte, philosophische Diskussionen und Zirkel organisierte, dichtete und malte, sondern auch Gärten gestaltete und Parkanlagen anlegte. Dieser großen und großartigen feudalen Klassik der Ganzheitlichkeit wird in der Kulturlaube in einem Kleingartenverein eine traditionell der Arbeiterbewegung nahe, demokratische, und ja vielleicht auch kleinbürgerliche Entsprechung an die Seite gestellt. Im Grunde ist dies eine Idee, die essentiell ins Ruhrgebiet gehört, Kunst und Kultur menschen- und basisnah ansiedelt und aus olympischen Höhen auf die Erde holt, ohne sie zu trivialisieren.

Ein Raum des Spiels ein Spielraum ein Raum der Freiheit ein Freiraum ein Raum des Menschen ein Menschentraum

Das Mondäne der Großstadt- und Metropolenkultur aber hat nicht die Kleingärten im Fokus, sondern immer und immer wieder die Industriekultur. Diese jedoch brachte mit ihrem Bedarf an Arbeitern aus dem Ländlichen auch die Kleingärten hervor. Denn die Menschen, die vom Land in die Stadt zogen, hatten das Bedürfnis nach einem Stückchen Heimaterde, was sie bebauen und beackern konnten. So sind die Kleingärten die Kehrseite derselben Medaille der Industrialisierung, Verstädterung und der Industriekultur. Es sind die Arbeiterinnen und Arbeiter, die sich nach Feierabend in ihre idyllischen Räume zurückziehen, um sich von der Industriearbeit zu erholen und gemeinsam Gartenkultur zu feiern.

«Denk nicht, sondern schau!» (Ludwig Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen, §66)

Der Kulturlaube liegt also eine sensualistische Ästhetik zugrunde, die auch den Kontext rationaler Kunst zum sinnlichen Erleben erheben und Kunst in der Stadt einem im wahrsten Sinne Lebensraum zuführen möchte. Der Kontext ist kein Gebäude, keine Halle, kein ummauerter Raum, sondern ein Garten, der an sich auch schon für die kulturelle Tätigkeit des Menschen steht, da er geplant, angelegt, gehegt und gepflegt werden muss und keineswegs einen Ort sich selbst überlassener Natur darstellt. Kultiviert wird in der Literatur die Sprache, in der Musik der Ton, der nicht mehr ein Geräusch ist, in der bildenden Kunst die Form, die gegeben und bewusst ausgewählt oder erschaffen wird, im Theater das Verhalten, das kein zufälliges Ereignis in einer Situation ist, in der sich Menschen irgendwie verhalten, sondern bewusst gespielt wird. Und kultiviert werden im Garten Pflanzen: Bäume, Blumen, Sträucher, Hecken, Gemüse.







Kontakt

uri.buelbuel@kulturakademie-ruhr.de
uri@schreibhaus.de
c/o KGV Am Grüngürtel e.V. | Heckertstraße 87a | 44807 Bochum